Sicherheit beim Schwimmen – 5 Tipps

Sicherheit beim Schwimmen – 5 Tipps

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Keine Frage, Schwimmen tut uns allen gut. Aber welche Sicherheitsrisiken gibt es? Wir haben den Durchblick.

Schwimmen verbrennt ordentlich Kalorien und sorgt gleichzeitig für eine formschöne, straffe Muskulatur. Leider ist das Workout im Wasser nicht ganz risikofrei. Wer denkt, dass sich das nur auf unruhige, raue Gewässer bezieht, ist auf dem Holzweg. Egal ob Meer, Fluss oder Schwimmbad – eine ganze Reihe an potenziellen Gefahren sind mit allen drei Varianten verbunden.

1. Trockenes und sekundäres Ertrinken

Ertrinken passiert nicht nur während Sie im Wasser sind. Komplikationen können auch noch 24 Stunden nach einem Zwischenfall im Wasser auftreten. Man spricht dann von „Trockenem Ertrinken“. Dieses Phänomen kann in Erscheinung treten, wenn jemand Wasser durch Mund oder Nase eingeatmet hat. Verkrampfungen der Atemwege sind die Folge. Betroffene geraten in akute Atemnot. Gelangt Wasser in die Lunge ist vom „Sekundären Ertrinken“ die Rede. In solch einem Fall kann Wasser Irritationen des Lungenfells verursachen und es kommt zur Flüssigkeitsbildung. Typische Anzeichen sind: Husten, Übergeben, Gereiztheit, Schmerzen im Brustkorb, Atemprobleme, Müdigkeit oder zunehmende Kraftlosigkeit. Bemerken Sie eines dieser Symptome, dann nichts wie los in die Notaufnahme. Es gibt Wissenschaftler, die den physiologischen Hintergrund ausgelöst durch trockenes Ertrinken anzweifeln. Gestützt auf neuesten Forschungsergebnissen sind einige Experten der Meinung, dass andere Faktoren eine Rolle spielen. Wie auch immer. Sobald Sie irgendwelche negativen Empfindungen nach dem Schwimmen feststellen, begeben Sie sich am besten sofort in medizinische Behandlung.

2. Strömungen richtig einschätzen

Schwimmen im Fluss – eine schöne Beschäftigung. Viele unterschätzen allerdings die damit verbundenen Gefahren. Woher wissen Sie, ob eine Flussströmung nicht zu stark ist. Die Faustregel hier: Ab Schienbeinhöhe müssen Sie kritisch abwägen, ob Sie der Strömung gewachsen sind oder nicht. Einfacher Test: Werfen Sie ein Stöckchen ins Wasser, um die Stärke der Flussströmung einzuschätzen. Denken Sie vorausschauend. Was befindet sich flussabwärts? Gefahren wie Wasserfälle und Wildwasserpartien müssen vorab ausgeschlossen werden. Von Schwimmern für Schwimmer: Die worldwide crowd-sourced wild swim map listet und bewertet sämtliche Freigewässer weltweit. Das Prinzip ist ganz einfach. Schwimmer geben Ihre Bewertungen ab und der Sicherheitsgrad wird anhand von Zahlen festgelegt.

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3. Kaltwasserbaden will vorbereitet sein

Die Temperaturen von Flüssen und Seen können einen Kreislaufschock verursachen. Gerade dann, wenn Ihr Körper normalerweise nur beheizte Pools gewöhnt ist. Zum Glück gibt es einige Tricks, den Organismus auf das kühle Nass vorzubereiten. Die oberste Regel lautet: Langsam ins Wasser gehen! Der Körper braucht Zeit, sich an die niedrigen Temperaturen zu gewöhnen. Wassertemperaturen unter 15 °C können beim Menschen einen Kälteschock verursachen. Die Atemfrequenz nimmt dann drastisch zu bis hin zu einer unkontrollierbaren Hyperventilation. Dadurch gelangt das Wasser meist in die Lunge und kann im schlimmsten Fall zum Ertrinken führen.

Ebenso wie sich der Körper an die Kälte gewöhnen muss, muss er sich hinter auch wieder an warme Temperaturen gewöhnen. Die ersehnte heiße Dusche nach dem Bad in der Kälte sollte erst mal warten. Besser Sie kuscheln sich in warme Kleidung und trinken einen heißen Tee, bevor Sie zitternd vor Kälte unter die dampfende Dusche springen.

4. Einen Ertrinkenden erkennen

Wer kennt sie nicht, die dramatischen Szenen im Wasser wie sie in Filmen dargestellt werden. In der Realität geschieht das Ertrinken allerdings meist viel subtiler. In den seltensten Fällen sind die Betroffenen physiologisch in der Lage, lauthals um Hilfe zu rufen. Die Reaktion auf den Zustand des Ertrinkens ist von unserem Instinkt gesteuert (instinktive Ertrinkungsreaktion). Automatisch breiten wir die Arme aus und „drücken“ auf die Wasseroberfläche, um den Kopf so weit wie möglich über Wasser zu halten. Weitere verdächtige Anzeichen, das jemand in Ertrinkungsnot ist, sind folgende:

  • Der Mund befindet sich abwechselnd über und unter Wasser
  • Glasige Augen, unfähig zu fokussieren
  • Haare über Augen und Stirn
  • Erfolgloser Versuch, in eine bestimmte Richtung zu schwimmen
  • Hyperventilation oder nach Luft ringen

5. Vorsicht bei unsauberen Gewässern

Mangelnde Sauberkeit ist eine der Hauptgesundheitsrisiken in natürlichen Gewässern. Hier haben wir eine Liste für Sie erstellt, auf welche Faktoren Sie achten sollen:

Weilkrankheit: Das Risiko an der Weilkrankheit bzw. Leptospirose zu erkranken minimiert sich, indem Sie stehende Gewässer meiden oder wasserfeste Ganzkörperbekleidung tragen.

Verschmutzung: Abwässer aus Landwirtschaft, Kanalisation, Industrie und Bergbau tragen zur Verschmutzung der Gewässer bei. Zum Glück in dem Fall meist einfach zu identifizieren. Ist das Wasser klar und sauber, haben Sie eigentlich nichts zu befürchten. Von trüben und unangenehm riechenden Gewässern halten Sie besser Abstand.

Blaualgen: Blaualgen sind eigentlich Bakterien. Sie bilden sich gerne in ruhenden Gewässern während der Sommermonate. Kontakt verursacht häufig allergische Reaktionen und Hautausschläge. Der wirksamste Schutz gegen die eine Vergiftung ist, sich aus algenhaltigen Gewässern fernzuhalten.

Badedermatitis: Die Rötungen sind zwar unangenehm und jucken stark, verschwinden aber meist nach wenigen Tagen wieder. Überträger der Badedermatitis sind Parasiten, deren Wirt eigentlich Wasserschnecken sind. Um sich vor einem Befall zu schützen, hilft es, sich nach dem Schwimmen gründlich abzuduschen und sumpfige Gewässer zu meiden.

Sicherheit beim Schwimmer ist ein wichtiges Thema. Aber lassen Sie sich die Erfrischung im Urlaub oder an heißen Tagen nicht vermiesen. Betreiben Sie Ihre Recherche und schalten Sie Ihr Köpfchen ein, bevor Sie ins kühle Nass springen. Mit Verstand bei der Sache sind Sie eigentlich auf der sicheren Seite und dem geliebten Sprung ins Wasser steht nichts mehr im Wege.

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