Kangoo Jumps: Fitnessinnovation oder Unfug?

Kangoo Jumps: Fitnessinnovation oder Unfug?

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Welche gesundheitlichen Vorteile bringen die gefederten Sportschuhe? Gibt es wissenschaftliche Belege über den gelenkschonenden Effekt? Wir verraten, was hinter den verrückten Kangoo Jumps steckt.

Haben Sie jemals ein übergewichtiges Känguru gesehen? Nein? Das hat sicher seinen Grund. In der Tat, die Kangoo Jumps wirken auf den ersten Blick etwas seltsam. Möglicherweise aber möchten Sie schon bald nicht mehr auf die außergewöhnlichen Fitnessschuhe verzichten. Aber was genau sind Kangoo Jumps eigentlich?

Kangoo Jumps sind gefederte Schuhe, die während des Workouts besonders schonend für Gelenke und Knochen sein sollen. Daher sind sie eine gute Alternative zu gewöhnlichen Sportschuhen. Optisch vergleichbar mit Skischuhen, Inlineskates oder einer modernen Variante des Moon Boot sind die Känguru-Schuhe vielseitig einsetzbar. Ob beim Joggen, Tanzen oder während der Aerobicstunde geben Ihnen die gefederten Schuhe den extra Fitness-Kick bei minimaler Belastung. Zugegeben, dezent geht anders. Besonders die ovale Federung des Schuhs mag die ein oder anderen Blicke auf sich ziehen während Sie trainieren. Aber die Investition lohnt sich! Vor allem für Jogger gibt es einige gesundheitliche Vorteile.

Aber was sind nun die Vorteile im Einzelnen? Laut des Herstellers KangooJumps.com unterstützen die Schuhe eine ganze Reihe von Prozessen: Die Nutzung soll die Regeneration nach dem Workout verbessern, ebenso wie Körperkraft und -haltung. Sie bringt das lymphatische System auf Trab und stärkt die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems. Außerdem werden eine Kräftigung der Knochen und Muskeln, sowie eine Steigerung der Ausdauer und Stoffwechselaktivität erzielt. Es werden mehr Kalorien verbrannt und die Pfunde purzeln schneller. Wahre Allround-Talente diese Kangoo Jumps!

Gerade im Laufsport sind Schädigungen der Gelenke ein häufiges Problem. Die Kangoo Jumps können dem entgegenwirken. Durch den Federeffekt wird die Belastung auf die Gelenke reduziert und diese dadurch geschont. Besonders im plyometrischen Training ist die Belastung besonders hoch, wobei die Kangoo Jumps Abhilfe leisten können. Aber sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, bevor Sie in den Springschuh schlüpfen.

Funktionsprinzip des Känguruschuhs

Trotz des verrückten Aussehens ist die Mechanik dahinter eher klassisch. Das Federsystem wird bei jedem Schritt zusammengepresst und dadurch die Belastung auf die Gelenke vermindert. Möglichen Schädigungen durch jegliche Form von Workout wird so vorgebeugt.

Aber wie sieht es eigentlich mit der Stabilität aus, sobald man die Kangoo Jumps angeschnallt hat? Prinzipiell können sich die Känguru-Schuhe zum effektivsten Sportschuh überhaupt entwickeln. Unter einer Voraussetzung: Balance! Wenn Sie nicht in der Lage sind, Ihr Gleichgewicht zu halten, nützt der ganze Aufwand nichts. Glücklicherweise ist der Schuh so konzipiert, dass es nach einer kurzen Eingewöhnungsphase relativ einfach ist, mit den Federschuhen aufrecht zu stehen. Sie werden sehen, schon nach kurzer Zeit können Sie fröhlich drauflos hüpfen.

Gibt es Studien, die den Effekt der Kangoo Jumps bestätigen?

In den letzten 20 Jahren wurden zahlreiche Studien durchgeführt, die eine mögliche Minderung von Gelenkverletzungen bestätigen. Die einwirkende Kraft auf die Gelenke bei erstem Bodenkontakt werde um 50 % reduziert und Schädigungen signifikant vermindert, so die Belege der Schweizer Eidgenössischen Technischen Hochschule. Zudem verringert die Nutzung der Federschuhe mögliche Verschleißverletzungen. Gerade Langstreckenläufer, deren Gelenke enormen dauerhaften Belastungen ausgesetzt sind, profitieren davon.

Laut einer australischen Studie reduziert das Tragen der Kangoo Jumps die Aufprallkräfte beim Joggen signifikant. Ob Freizeit- oder Profiläufer, die Federschuhe kommen im Prinzip jedem zu Gute. Insbesondere nach einer Beinverletzung können Betroffene besonders schonend wieder mit dem Training beginnen.

Im Vergleich zu normalen Sportschuhen wird eine signifikante Minderung der auf den Körper wirkenden Kräfte durch das Tragen der gefederten Schuhe erzielt. Das konnte die Universität von Nevada mit ihren Forschungsarbeiten belegen. Tatsächlich bewies die Studie, dass die maximale Gelenkbelastung mit Kangoo Jumps bei nur 15 % liegt, im Gegensatz zu 96 % mit gewöhnlichen Sportschuhen.

Gibt es Nachteile?

Trotz der vielen gesundheitlichen Vorteile der Känguru-Schuhe gibt es trotzdem ein paar Mankos. Gerade am Anfang können Beschwerden im Schulterbereich, unteren Rücken und Fußgewölbe verspürt werden. Das sollte sich aber nach einer Gewöhnungsphase legen. Machen wir uns nichts vor – die Springschuhe fallen auf. Wer nicht gerne Aufmerksamkeit auf sich zieht, fühlt sich eventuell in der Öffentlichkeit etwas unwohl. Zum Glück gibt es genügend Fitnessstudios, die die Kangoo Jumps in ihr Kursprogramm integrieren. Dort befindet sich der Träger dann unter Gleichgesinnten und hat keine erstaunten Blicke zu befürchten.

Machen Sie sich Gedanken um die Gesundheit Ihrer Gelenke? Seien Sie mutig und probieren Sie die Kangoo Jumps doch einfach mal aus. Es lohnt sich!

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