Poison Ivy: Wie Sie den Hautausschlag loswerden?

Poison Ivy: Wie Sie den Hautausschlag loswerden?

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Was tun gegen den juckenden Hautausschlag der Poison Ivy? Mit diesen einfachen Heilmitteln verschwindet der Juckreiz im Handumdrehen.

Der Name allein verheißt schon nichts Gutes: „Toxicodendron“, da steckt das Wort Gift bereits drin. Offensichtlich also, dass man einen großen Bogen um die Pflanze machen sollte. Das ist allerdings gar nicht so einfach. Vor allem in den USA ist Poison Ivy weit verbreitet. Bis auf Hawaii, Kalifornien und Alaska ist die unscheinbare Grünpflanze dort überall zu finden. Da wird es tatsächlich schwierig, den nötigen Sicherheitsabstand immer und überall zu wahren. In Europa eher ein seltener Gast, ist der „Giftsumach“ zum ersten Mal 2009 in Bayern aufgetaucht. In 2016 dann auch in Österreich gesichtet worden. Egal, ob selten oder nicht. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über den erstaunlich gemeinen Strauch wissen sollten.

Poison Ivy stellt sich vor

Poison Ivy oder Giftefeu ist eine giftige Grünpflanze der Gattung Toxicodendron. Ihre Blätter wachsen in Dreiergruppen und Sie wächst hauptsächlich in vom Menschen erschlossenen Gebieten. Straßen, Wanderwege, Feldränder und Baugrundstücke sind Ihre liebsten Standorte. Kommen wir aber zum Wesentlichen: Warum trägt die Pflanze diesen furchteinflößenden Namen? Was macht sie giftig? Urushiol heißt das Stichwort. Das Öl ist im Harz der Pflanze enthalten und verursacht beim Menschen schwere allergische Hautreaktionen. Bei Berührung bildet sich ein extrem juckender, blasenartiger, sehr unangenehmer Hautausschlag. Urushiole sind auch in den verwandten Spezies Poison Oak und Poison Sumac enthalten. Laut der American Academy of Dermatology (AAD) reagieren ca. 85 % der Amerikaner allergisch darauf.

In den meisten Fällen ist der Kontakt mit Poison Ivy zwar unangenehm aber nicht gefährlich. Die typischen Symptome wie Hautrötungen, Schwellungen und Blasen verschwinden meist nach 2 Wochen wieder und der Spuck ist vorbei. Aber auch hier bestätigt die Ausnahme die Regel. Poison Ivy kann durchaus extremere körperliche Reaktionen hervorrufen und schwerwiegende Ausmaße nach sich ziehen. Folgende Symptome sollten Sie keinesfalls ignorieren, sondern sich auf schnellstem Weg zum Arzt oder in die Notaufnahme bewegen:

  • Der Ausschlag breitet sich weiter aus
  • Schwellungen (besonders wenn die Augenlider massiv betroffen sind)
  • Atemnot oder Probleme beim Schlucken
  • Nichts lindert den Juckreiz

So sieht Poison Ivy aus

Wenn Sie den Dreh raushaben und den Strauch in Sekundenschnelle erkennen können, dann sind Sie bestens gewappnet. Den Platz im Medizinschrank können Sie dann beruhigt für andere Heilmittel frei machen. Aber woran erkennt man Poison Ivy? „Leaves of three, let it be!“, so lautet die englische Faustregel und bedeutet so viel wie: „Finger weg von dreiteiligen Blättern!“ Ganz so einfach ist es leider nicht. Poison Ivy hat verschiedene Erscheinungsbilder. Es bedarf also ein bisschen ausführlicherer Information, um beispielsweise die Blüten des Strauches zu identifizieren.

Es gibt unzählige Quellen, die ganze Fotosammlungen der efeuartigen Pflanze in sämtlichen Stadien zur Verfügung stellen. So können Sie ganz einfach feststellen, ob sich Poison Ivy in Ihren Garten geschlichen hat. Aber nicht vergessen: Vorsicht ist geboten, wenn Sie der Pflanze an den Kragen wollen. Egal, ob Früchte, Blätter oder Wurzeln, die giftigen Urushiole werden von allen Teilen der Pflanze sekretiert.

Wie bereits erwähnt, verändert sich Poison Ivy während des Wachstums. Als Jungpflanze trägt sie ein rötlich-oranges Blattkleid. Die ausgewachsene Pflanze ist durchweg grün und steht ca. 60 cm über dem Boden. Die Form und Oberfläche der 5-12 cm langen Blätter sind recht vielseitig, es gibt also einige Charakteristika, auf die Sie achten müssen: Die Ränder sind entweder wellenförmig oder gezackt. Die Blattoberfläche kann glatt oder haarig und stumpf oder wachsig sein. Während der Blütezeit im Frühling trägt sie kleine weiße Blüten, aus denen sich im Sommer grüne Beeren entwickeln. Im Herbst verfärben sich die Blätter wieder rot und erinnern an einen Ahornbaum.

Die besten Heilmittel gegen Poison Ivy

Die beste und sicherste Art sich zu schützen und den Folgen verschont zu bleiben, ist simpel: Jegliche Form von Berührung vermeiden! Treffen Sie also entsprechende Sicherheitsvorkehrungen bevor Sie sich in Gebiete begeben, in denen sich Poison Ivy besonders gerne aufhält. Die richtige Kleidung ist das A und O: Langärmelige Oberteile, lange Hosen, geschlossene Schuhe und richtige Socken verstehen sich von selbst. Die Gärtner unter Ihnen sollten zusätzlich Gummihandschuhen tragen. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es natürlich nicht. Sie können noch so gut informiert und wachsam sein, manchmal lässt sich eine Berührung nicht vermeiden. Ist es dann doch mal zu spät, heißt es schnell handeln, bevor sich der Ausschlag auf Ihrer Haut ausbreitet.

Unmittelbar nach der Berührung mit Poison Ivy

Oberste Regel: Das Öl so schnell wie möglich von der Haut entfernen. Das geht am besten mit Wasser und Seife. Den Bereich unter den Fingernägeln und andere eher weniger zugängliche Körperstellen sollten Sie dabei nicht vergessen.

Eine wirkungsvolle Alternative, um das Öl loszuwerden, ist Alkohol. Aber Sie müssen schnell sein. Die ersten 10 Minuten nach Interaktion mit der Pflanze sind entscheidend. Ein wenig Planung ist gefragt. Als leidenschaftlicher Outdoor-Fan sollten Alkoholtupfer in Ihrer Standardausrüstung nicht fehlen. Sonst endet der Streifzug durch die Natur schnell im Wartezimmer Ihres Hausarztes. Für die Spezialisten unter Ihnen gibt es auch ganz spezielle Produkte zur Entfernung von Urushiol.

Sind Symptome bereits vorhanden

Normalerweise zeigen sich die ersten Symptome innerhalb von 12-72 Stunden nachdem Sie mit Poison Ivy auf Tuchfühlung gegangen sind. Dann ist es höchste Zeit, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Antihistamine, Benadryl und Claritin wirken entzündungshemmend und lindern den Juckreiz. Sprechen Sie aber zuallererst mit einem Apotheker oder Arzt bevor Sie zu einem der empfohlenen Medikamente greifen.

Verschiedene Salben und Lotionen helfen gegen die unangenehmen Blasen. Kortison- oder calaminhaltige Produkte wirken austrocknend und mindern so den Juckreiz. Zwar wird der Heilungsprozess dadurch nicht beschleunigt, macht das ganze Unterfangen aber erträglicher. In schwerwiegenderen Fällen gibt es noch einige rezeptpflichtige Medikamente und steroidhaltige Präparate, die Ihr Arzt Ihnen verschreiben kann.

Zu guter Letzt gibt es aber auch noch eine ganze Reihe an natürlichen Heilmitteln. Deren Wirkung ist zwar schwer einzuschätzen, aber zu manchen existieren vielversprechende Forschungsergebnisse. Die AAD empfiehlt Backpulver als Badezusatz. Heilerde (Bentonit-Ton) bekannt als Inhaltsstoff diverser Kosmetikprodukte, kann die Schwere der entzündlichen Hautreaktion durch Poison Ivy und seine Verwandten mindern. Das ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Aber auch eine simple kalte Kompresse kann etwas Linderung verschaffen.

Poison Ivy ist ein Ärgernis und nervt, ganz klar. Aber lassen Sie sich von der Pflanze nicht die Freude an der Natur verderben. Mit etwas Vorsicht und wachsamen Augen können Sie einen Spaziergang im Grünen in vollen Zügen genießen. Und wenn Sie ihr begegnen, immer dran denken: Finger weg!

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