Grippesaison 2019: sie hat noch nicht ihren Höhepunkt erreicht

Grippesaison 2019: sie hat noch nicht ihren Höhepunkt erreicht

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In diesem Jahr hat die Grippesaison langsam angefangen, dann haben die Fälle zugenommen und wahrscheinlich wird sie noch bis April andauern. Hier erfahren Sie, was wir über den diesjährigen Impfstoff wissen und welche verheerenden Auswirkungen die Grippe auf die Welt hat.

Laut der US-amerikanischen Behörde CDC haben sich in dieser Grippesaison rund 13–15 Millionen Menschen angesteckt und es sind bis zu 15.000 daran gestorben. Diese Bilanz erscheint jedoch im Vergleich zu 2017–2018 noch niedrig, denn damals waren zu diesem Zeitraum etwa 80.000 grippebedingte Sterbefälle zu verzeichnen. Laut der Fachzeitschrift Wired gab es zwei Gründe für den Schweregrad der Grippesaison 2017–2018: die Grippeinfektionen im letzten Jahr hingen zum Großteil mit dem Grippevirus H3N2 zusammen, gegen welchen die Impfstoffe weniger gut wirken sowie mit einem sehr geringen Interesse an der Grippeschutzimpfung, das niedrigste innerhalb von sieben Jahren. In der vorangegangen Grippesaison fielen in den USA 180 Kinder der Grippe zum Opfer, von denen 75 % nicht geimpft waren.

In den USA geht man davon aus, dass die Grippeimpfung zu 47 % wirkungsvoll ist, was ein beeindruckend hohes Ergebnis ist. Und laut eines in der Washington Post zitierten Kinderarztes brach die Grippe bei Menschen mit Impfung weniger stark aus.

In Frankreich wurden aufgrund von Grippe allein in der letzten Woche ganze eintausend Menschen in ein Krankenhaus eingewiesen. Die Epidemie spart keine Region aus, wobei in den nächsten Wochen mit der intensivsten Phase zu rechnen ist. Man spricht von einer Epidemie, wenn auf 100.000 Menschen 350 Grippefälle kommen. Französische Ärzte sagen, dass der diesjährige Impfstoff sich bei 65–70 % der Fälle des H1N1-Virus als erfolgreich erwiesen hat, im Vergleich zum Vorjahr mit lediglich 30 % Wirkung. Allerdings verkündet das Réseau Sentinelles, eine öffentliche Organisation in Frankreich, die in Zusammenarbeit mit dem Inserm entwickelt wurde und mit der Beobachtung des öffentlichen Gesundheitszustands betraut ist, auch eine schlechte Nachricht. Von 1.600 von den Ärzten des Sentinelles-Netzwerks entnommenen Proben testeten nur 294 als positiv für den H1N1-Virus, gegenüber 452 für den H3N2-Virus. Sie schließen daraus, dass der H3N2 Virus momentan in Frankreich vorherrscht – und dabei handelt es sich um genau den Virus, der resistenter ist gegen den Grippeimpfstoff.

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In Japan können die Menschen bereits aufatmen, da die Grippewelle am Abebben ist und die intensivste Phase bereits der Vergangenheit angehört, wobei dies jedoch nicht bedeutet, dass man sich nicht weiterhin schützen muss.

Sollten Sie sich bisher noch nicht geimpft haben, dann empfehlen die Ärzte, dies jetzt noch nachzuholen. Dabei jedoch nicht vergessen: Bis der Impfstoff wirksam ist vergehen zwei Wochen. Nein, der Impfstoff ist keine Garantie dafür, dass Sie die Grippe nicht bekommen werden, er kann jedoch dafür sorgen, dass die Krankheit weniger stark ausbricht, Ihnen einen Krankenhausaufenthalt ersparen und vermeiden, dass Sie andere anstecken.

Sie möchten erfahren, wie Sie eine Ansteckung vermeiden können oder wie Sie am besten mit der Grippe umgehen, wenn Sie sich doch anstecken? Weiter unten finden Sie nützliche Informationen.

Susie Felber

Susie is a writer, comedian, and producer who has worked in TV, film, theater, radio, video games, and online. As the daughter of a hard-working M.D., she's had a lifelong interest in health and is currently on a personal mission to "walk the walk" and get her writer's body in better shape.
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