Der Rat eines Osteopathen zum verletzungsfreien Trainieren

Der Rat eines Osteopathen zum verletzungsfreien Trainieren

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Sie möchten Sport treiben, haben aber Angst, sich zu verletzen. Lesen Sie hier die klugen Worte eines Osteopathen, die Ihnen einen sicheren Einstieg ermöglichen.

Wenn Sie mit der Osteopathie nicht vertraut sind, es handelt sich um eine manuelle Therapie, die sich auf die Behandlung des ganzen Menschen konzentriert, um funktionelle Schmerzen, d.h. Schmerzen ohne offensichtliche Ursache, zu testen, zu diagnostizieren und zu behandeln.

Wir baten den in Paris ansässigen Osteopathen Louis Kimmel um Tipps, was jemand tun kann, der mit dem Sport beginnen und gleichzeitig das Verletzungsrisiko verringern möchte. Als Osteopath, der häufig Verletzungen im Zusammenhang mit schlechtem Sporttraining behandelt, verfügt er über einen großen Erfahrungsschatz und jede Menge guter Tipps. Lesen Sie seine Ratschläge, wie man am besten trainiert.

1. Immer aufwärmen

Unabhängig von der Sportart und der Art der Übung, vergessen Sie nicht, sich aufzuwärmen. Für ein effektives Aufwärmen führen Sie die geplanten Übungen einige Minuten lang mit geringer Intensität ohne Gewichte oder Spannung aus.

2. Bewegung statt Kontraktion

Um Verletzungen zu vermeiden, wählen Sie dynamische Übungen, die Teil einer Bewegung sind. Machen Sie z. B. Ausfallschritte, während Sie vorwärts gehen, anstatt an Ort und Stelle zu verharren. So vermeiden Sie ein abruptes Zusammenziehen der Muskeln und unterstützen Ihren Blutfluss zum Herzen und die Sauerstoffversorgung des Gehirns.

3. Setzen Sie sich schrittweise sportliche Ziele

Beginnen Sie mit Ihrer Ausgangsbasis: Was sind Sie derzeit sportlich in der Lage zu tun? Können Sie eine Treppe hinaufgehen, ohne außer Atem zu sein, fünf Liegestütze machen oder einen Kilometer laufen? Versuchen Sie nicht, Ihre aktuellen Fähigkeiten zu übertreffen, sondern legen Sie stattdessen Ihre Grundlinie fest und setzen Sie sich von dort aus Ziele. Dies hilft Ihnen, motiviert zu bleiben, während Sie einen datengesteuerten Ansatz zur Verbesserung Ihrer Fitness verfolgen. Wenn Ihr ultimatives Ziel darin besteht, 10 Liegestütze zu schaffen, unterteilen Sie dieses Ziel in Teilziele, z. B. zwei Liegestütze bis zum Ende der ersten Woche, fünf Liegestütze bis zur zweiten Woche usw. Schrittweise Ziele bergen ein geringeres Verletzungsrisiko und geben Ihrem Körper Zeit, sich an die Anstrengung zu gewöhnen.

4. Langsam vorgehen

Respektieren Sie Ihren Körper, indem Sie mehr auf die Stimulation als die Muskelkontraktion setzen. Wenn Sie also Liegestütze machen und in der Mitte schon zittern, gehen Sie nicht bis ganz nach unten. Sie könnten in Versuchung kommen, schnell zu machen und Schritte zu überspringen, aber das kann schädlich sein. Wenn Sie zu intensiv oder zu heftig üben, riskieren Sie, sich zu verletzen, ohne die Vorteile der Übung für sich zu nutzen.

5. Immer beide Seiten trainieren

Um Ihren Körper im Gleichgewicht zu halten, trainieren Sie immer den gegenüberliegenden Muskel in gleicher Weise wie den, den Sie gerade trainieren. Wenn Sie zehn Wiederholungen mit dem rechten Bein oder Arm machen, machen Sie das Gleiche mit der linken Seite. So verhindern Sie nicht nur Verletzungen, sondern begrenzen auch die kleinen Wehwehchen des Alltags.

6. Denken Sie an Ihren Rücken

Vernachlässigen Sie Rückenübungen nicht. Obwohl es viel üblicher ist, sich auf schön definierte Waschbrett-Bauchmuskeln statt auf einen muskulösen Rücken zu konzentrieren, trägt der Aufbau Ihrer Rückenmuskulatur zu Ihrem anterior-posterioren (vorne-hinten) Gleichgewicht bei und hilft Ihnen, Fehlhaltungen während des Trainings und auch im Alltag zu vermeiden.

7. Hören Sie immer auf den Schmerz

Training sollte niemals schmerzhaft sein. Wenn Sie Schmerzen haben, hören Sie auf, machen Sie eine Pause und gehen Sie ein wenig herum, bis der Schmerz aufhört. Setzen Sie erst dann die Übung mit geringerer Intensität fort. Wenn Sie immer noch Schmerzen haben oder der Schmerz anhält, vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrem Arzt und ruhen Sie sich aus.

8. Dehnübungen nicht auslassen

Denken Sie nach jedem Training daran, sich zu dehnen, denn ungedehnte Muskelfasern ziehen sich zusammen, bis der Körper beschließt, sie zu lösen. Dadurch verlieren Sie an Beweglichkeit und riskieren, sich beim nächsten Training zu verletzen. Auf Dauer können durch fehlende Dehnübungen Schmerzen entstehen. Vergessen Sie nicht, den Muskel beim Ausatmen zu dehnen, und achten Sie darauf, dass Sie keine Schmerzen verspüren.

Bewegung bildet einen wichtigen Bestandteil für ein gesünderes Leben. Der gesündeste und glücklichste Lebensstil ist frei von Schmerzen. Wir hoffen, dass die obigen Ratschläge Ihnen helfen können, Ihre Ziele zu erreichen, ohne Ihren Körper zu belasten.

Hinweis: Die obigen Informationen sind kein Ersatz für die Meinung eines Arztes. Sie sind nicht dazu gedacht, Ihnen bei der Diagnose oder Behandlung einer Erkrankung zu helfen. Vergessen Sie nicht, immer Ihren Arzt zu konsultieren, bevor Sie eine neue Fitnessroutine beginnen.

fbt

Flore Schwoerer

Surrounded by a family of medical/healthcare professionals, I love to have quality Vidal/Martindale/PDR (Physicians Desk Reference) time with my relatives listening to them argue about the best way to fix a heart or the importance of getting a flu shot.
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